Am vergangenen Samstag setzten die Red Devils ihre Saison nach einer 6 wöchigen Pause fort. Nachdem der Spieltag Ende Mai den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war, konnte nun endlich wieder Liga-Baseball gespielt werden. Gegner an diesem Samstag waren die Vienna Lawnmowers und die Danube Titans.Nachdem die letzten Wochen witterungsbedingt nicht unangenehm waren, begann natürlich pünktlich vor dem Spieltag eine Hitzewelle, die weit über 30 Grad auf das Thermometer in der Wiener Freudenau zauberte. „Ideale“ Bedingungen also für einen Baseballtag. Also positiv konnte jedoch vermerkt werden, dass die Devils wieder mit einem spektakulär großen Kader von 18 Leuten angereist waren, sodass hitzebedingte Ermüdungserscheinungen gut kompensiert werden konnten. Verzichten musste man bedauerlicherweise auf Tim Hoffelner, Greg Gaines und Rainer Zeller, sodass sich gerade auf der Pitcher-Position ein erheblicher Mangel ergab.
Game 1: Vienna Lawnmowers – Woodquarter Red Devils 13:5
Im ersten Match des Tages kam es zum „ewigen“ Duell zwischen Mowers und Devils. 2002 waren die Lawnmowers 2 der erste Liga-Gegner der Red Devils, seitdem matchte man sich in unzähligen Duellen, wobei die Wiener zumeist die Oberhand behielten.
Die Devils boten am Mound den Pitcher of the Year 2025, Manuel Schrenk auf, der jedoch immer noch an Knieproblemen laborierte und ob dessen und der hochsommerlichen Temperaturen mit keiner langen Einsatzzeit rechnete. Entgegen dieser Befürchtungen zeigte Schrenki jedoch wieder eine tadellose Leistung, was die gesamte Verteidigung zu Höchstleistungen antrieb. Ein wunderbares Caught Stealing auf 3B durch Matthias Weissenböck und Martin Karlovic, ein geglückter Run-Down, sowie sichere Flyouts hielten den Score der Lawnmowers in den ersten Innings auf niedrigem Niveau.
In der Offensive hatten die Wiener Moritz Bammer aufgeboten, dessen Würfe die Devils zwar vor Schwierigkeiten stellte, jedoch auch immer wieder zu schönen Hits genutzt wurden. Das Spiel verlief auf hohem Niveau und niedrigem Score, wobei die Waldviertler bis in vierte Inning knapp aber doch in Front lagen. Dann verließen Manuel Schrenk am Mound jedoch die Kräfte und die Devils wechselten zu Sebastian Pollak. Seine Würfe lagen den Lawnmowers deutlich besser und wie so oft wurde aus einer knappen Führung ein erklecklicher Rückstand, der am Ende leider nicht mehr aufzuholen war. Eine sehr ambitionierte Leistung der Devils, bei dem der Score eindeutiger aussieht als das Match tatsächlich war. Erwähnenswert noch das Debüt von Neuzugang Markus Briza, der dafür sorgte, dass die Devils auf der Catcherposition auf eine weitere Option zurückgreifen konnten.
Game 2: Danube Titans – Woodquarter Red Devils 22:0
Der bereits angeführte Mangel an Pitchern mit Liga-Erfahrung führte in Game 2 zu einer Premiere bei den Waldviertlern: Der erst 15-jährige Daniel Fuchs, der 2026 seine erste Saison in der Landesliga bestreitet, wurde als Starting Pitcher gegen die Titelaspiranten aus Klosterneuburg aufgeboten. Dieser zeigte eine sehr ambitionierte Leistung und konnte im Count auch immer wieder bis auf 2 Strikes kommen, (Strike)outs wollten jedoch lange Zeit nicht gelingen. Die Titans waren bedauerlicherweise auch nicht gerade in Schlaglaune und verlegten sich größtenteils auf Base on Balls, sodass Run um Run „erwalkt“ wurde. Nach rund 70 Pitches und 2 Outs wechselten die Devils zu Sebastian Pollak, der nun erneut als Reliever die Kohlen aus dem Feuer holen durfte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Klo’burger schon mit weit über 10 Runs in Front, und es sollte sich an diesem heißen Nachmittag auch nicht mehr viel daran ändern. Offensiv waren die Red Devils relativ harmlos, lediglich zwei Hits durch Christian Pollak-Müllner und Rookie Daniel Fuchs konnten angeschrieben werden. Leider fehlte auch etwas an Glück, einige Schläge fanden genau den Weg in die Gloves der Gegner bzw. wurden von einer fehlerlosen Defense in Outs verwandelt. So fehlten 2nd Year Rookie Florian Traher nur wenige Zentimeter auf seinen ersten Hit, während ein gewaltiger Line-Drive von Sebastian Mahringer leider genau im Handschuh des gegnerischen Pitchers landete. Sebastian Pollak machte seine Sache als Pitcher sehr ordentlich, die Titans scorten zwar weiter Runs, der Score blieb aber noch in einem halbwegs erträglichen Bereich. Nach 4 Innings und einem Angriff der Killermücken auf den Waldviertler SS Metti Weißenböck war die Partie bei einem Stand von 22:0 beendet, traurig waren darüber die wenigsten und zogen sich umgehend in schattigere Gefilde zurück.
Insgesamt ein leider siegloser – ob der prekären Pitcher-Situation jedoch ganz ordentlicher – Spieltag für die Roten Teufel. Gegen die Lawnmowers wäre wohl mehr möglich gewesen, während die Siegchancen gegen die Tabellenführer aus Klosterneuburg von Anfang an im einstelligen Bereich lagen. Die gegenüber dem 1. Spieltag deutlich verbesserte Defense und die aufsteigende Form beim Batting lassen für die kommende „Summer League“ positives erwarten.
Weiter geht es für die Red Devils am Samstag dem 11. Juli am heimischen Hells Gate, wo die Metrostars 3 und die Vienna Bucks bei hoffentlich angenehmeren Temperaturen erwartet werden.
Zitat des Tages: „Den einen Pitch kann i stundenlang werfen wenns nötig ist.“
– Sebastian Pollak beruhigt die Mitspieler hinsichtlich seines Pitchcounts.
Kader: Manuel Schrenk, Matthias Weissenböck, Alexander Wiesinger, Markus Böhm, Sebastian Pollak, Martin Karlovic, Markus Briza, Rene Floh, Alexander Hofbauer, Christian Pollak-Müllner, Florian Traher, Sebastian Mahringer, Lukas Schrenk, Rainer Fuchs, Daniel Fuchs, Thomas Immervoll, Kevin Hofbauer, Andreas Kugler.
Regelauslegung des Spieltags:
Rule 6.02 (b) There is no violation if a pitcher attempts a legal pickoff at second base and, seeing no fielder covering the bag, throws to a fielder, who is neither in the vicinity of the bag nor making an actual attempt to retire the runner.
https://baseballrulesacademy.com/official-rule/mlb-umpire-manual/balk-regulations
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