Wir haben oben gut Laune, unten gute Laune…

27.Juli 2026 | Alle

Trotz guter Laune verlieren die Red Devils das Rückspiel gegen die Dirty Sox aus Graz in Extra Innings, das Derby gegen die Beers geht ebenfalls verloren.

Am gestrigen Sonntag stand für die Red Devils der zweite Heimtermin der Saison auf dem Programm, Gegner am Hells Gate waren die Dirty Sox aus Graz und die Schremser Beers II (aka Little-Big Beers). Die Patronanz an diesem Spieltag wurde dankenswerterweise von Gemeinderat und Sportstättenbeauftragtem der Gemeinde Unserfrau-Alt-Weitra, David Klein, übernommen.

Durch das Fehlen von Markus Böhm und Albert Schandl war das Infield eher dünn besetzt (der Karlobär war sowieso wieder zwischen Hamburg und Haiti unterwegs), kurz vor Beginn des ersten Spiels dann ein weiterer Schock, als Alexander „Seidenhaut“ Wiesinger sich beim Aufwärmen den Finger verletzte. Doch dieser biss für Game 1 die Zähne zusammen und bemannte wie gewohnt souverän die 1. Base.

Woodquarter Red Devils – Graz Dirty Sox 12:17 (Extra Innings)

Das Spiel gegen die Steirer versprach spannend zu werden, in der Vorwoche hatten die Roten Teufel noch dominiert und rechneten sich somit entsprechende Siegchancen aus. Starting Pitcher für Devils war wieder Greg Gaines, der die Dirty Sox im ersten Inning ohne Runs zurück ins Dugout schickte. Die Devils starteten besser und legten 3 Punkte vor. Fatalerweise verletzte sich 3B Man Tim Hoffelner beim Baserunning, sodass nicht nur ein sicherer Batter ausfiel, sondern ein weiteres Loch im Infield entstand, was die Defensive nicht gerade einfacher gestaltete.

Mit Fortdauer des Spiels stellten sich die Grazer auch immer besser auf die Würfe von Gaines ein, während die Roten Teufel mit den Würfen von Pitcher Beau Larue teilweise ihre liebe Not hatten. Nachdem die Sox in Führung gegangen waren, konnten sie diesen Vorsprung jedoch nicht entscheidend vergrößern, sodass das Spiel weiterhin ausgeglichen blieb. Im – aufgrund der Zeitbegrenzung – regulär letzten Inning zogen die Grazer auf 2 Punkte davon, vor dem entscheidenen Offensivinning war der Zwischenstand 10:8. Den Devils blieben also noch drei Outs, um die drohende Niederlage abzuwenden. Markus Briza legte gleich mit einem Double vor, Alexander Wiesinger legte mit einem Hit nach. So wurde in weiterer Folge tatsächlich der umjubelte Ausgleich erzielt, den entscheiden Run zum Sieg konnten die Alt-Weitaer jedoch nicht mehr schaffen. Bei 10:10 ging es somit in die Verlängerung, in der den Red Devils zwar schnell das erste Out gelang, danach schaffte man es jedoch zu lange nicht, das Inning zu beenden. Bei 17:10 kamen die Devils wieder in die Offensive, holten noch 2 Punkte, danach war jedoch Schicht im Schacht und die Grazer konnten einen weiteren Win feiern.

Woodquarter Red Devils – Schremser Beers 2 11:26

Gegen das Farmteam der Schremser Beers rechneten sich die Alt-Weitraer dann eher geringere Chancen aus, die Kollegen aus der Braustadt hatten sich über die Saison erheblich gesteigert und sind heiße Anwärter auf einen Platz in den Oberen Playoffs. Neben einigen talentierten Jugendspielern (allen voran Ben Preißl, der am Tag zuvor mit dem U15 Nationalteam die EM-Silbermedaille im B-Pool geholt hatte) fanden sich auch einige alte Bekannte aus früheren Tagen am Hells Gate ein. Auch das Spiel gegen die Dirty Sox konnten die Beers souverän mit 12:2 gewinnen.

Für die Devils startete Manuel Schrenk am Wurfhügel, und Leadoff Batter Ben Preißl gab mit einem Double gleich einmal die Marschrichtung  der Braustädter vor: Hits, Hits, Hits. Trotz konstantem Pitching von „Big S(exy)“ fanden die harten Schläge oft ins Ziel, teilweise Unsicherheiten in der – aufgrund der Verletzungen von Alexander Wiesinger und Tim Hoffelner – inzwischen recht „innovativen“ Devils-Defensive begünstigten das Anwachsen des Punktekontos der Schremser. Mitte des dritten Innings wechselte man am Mound zu Sebastian Pollak, der wieder eine sehr ordentliche Leistung am Mound ablieferte und den Angriff der Braustädter zumindestens begrenzen konnte.

Offensiv war zu Anfang des Spiels nicht viel Aufregendes dabei, Philipp Niel, der in den Vorjahren auch einige Spiele für die Devils absolvierte hatte, zeigte eine sehr ordentliche Leistung. Erst im 3. Inning zeigten die Devils noch einmal, dass es auch anders geht, und holten Punkt um Punkt. Neben einer starken Leistung von Sebastian Pollak war auch der Hit von Manuel Schrenk nach längerer Abstinenz an der Plate erwähnenswert. Insgesamt standen am Ende 9 zusätzliche Runs am Konto der Roten Teufel, Zwischenstand 22:11 für die Beers. Diese legten am Ende noch 4 weitere Runs drauf.

Das Ende des Spiels setzte schließlich ein weiteres Debüt am Pitchinghügel: Matthias Weißenböck kam es Closer ins Spiel und schaffte auch das langersehnte 3. Out. Endstand: 11:26 für die Beers, ein klarer und ungefährdeter Win.

Zitat des Spiels (aus dem englischen Original übersetzt):

„Wenn ich das Alter von allen Baserunnern zusammenrechne, dann sind die gemeinsam nicht so alt wie ich – wahrscheinlich kann ich sogar noch den Batter miteinrechnen damit es sich ausgeht.“

Greg Gaines siniert bei Bases loaded der Beers über Altersfragen.

Zusammenfassend ein sportlich wenig erfolgreicher Tag der Red Devils, vor allem die Niederlage gegen die Grazer in Overtime schmerzt, da der Win bereits in greifbarer Nähe gewesen war. Nichts desto trotz – die Saison geht bereits am kommenden Wochenende weiter, diesmal kommt es am Beerfield einerseits zum Derby-Rückspiel, zum anderen trifft man auf die erstplatzierten Rohrbach Crazy Geese. Keine leichten Aufgaben, doch man wächst mit der Herausforderung. Erwähnenswert noch, dass die Double-Play Streak der Devils auch in den vergangenen beiden Spielen aufrecht erhalten werden konnte. Aktuell hält man bei 8 Spielen, in denen zumindest ein Double Play durch die Defensive erspielt werden konnte.

Kader: Greg Gaines, Matthias Weißenböck, Alexander Wiesinger, Christian Pollak-Müllner, Sebastian Pollak, Tim Hoffelner, Daniel Fuchs, Markus Briza, Alexander Hofbauer, Sebastian Mahringer, Lukas Schrenk, Manuel Schrenk, Rainer Fuchs, Thomas Immervoll, Andreas Kugler.

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