„Amoi gehts no“ – unter diesem Motto machten sich die Red Devils ein letztes Mal in dieser Saison auf zu einem Gameday. Passenderweise dorthin, wo die Saison mit einem Traingslager auch gestartet war, zum Feld der Dirty Sox nach Graz. Dort war das Untere Playoff der Landesliga Ost angesetzt, wo die Plätze 5 bis 7 ausgespielt wurden. Die Vorgabe der sportlichen Leitung vor der Saison war klar gewesen: Mindestens 2 Siege (und danach ein Bierchen), und nicht Letzter werden. Ersteres hatten die Devils schon geschafft, Zweiteres könnte man mit mindestens einem weiteren Sieg erreichen. Leider mussten die Devils einige Stammspieler vorgeben, darunter Tim Hoffelner, Rene Floh und Greg Gaines. Die Rookies Martin Karlovic und Florian Traher wurden ebenfalls vermisst. Dafür war Sebastian Pollak nach seinem „Vaterschafsurlaub“ wieder am Start. Keine einfache Situation für Manager Alexander Wiesinger, der jedoch tiefenentspannt vom Saunagang am Freitag eine stimmige Line-Up zusammenzimmerte.
Red Devils – Graz Dirty Sox 18:4
Ergebnis
| Mannschaft | 1 | 2 | 3 | 4 | R | H | E | Endstand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sox | 0 | 1 | 1 | 2 | 4 | 8 | 5 | Loss |
| Devils | 10 | 4 | 3 | 1 | 18 | 9 | 2 | Win |
Das Spiel startete mit einem Trauminning für die Roten Teufel: Der junge Pitcher der Grazer fand anfangs nicht optimal ins Spiel, was seitens der Gäste aus dem Waldviertel eiskalt ausgenutzt wurde: Walks und schöne Hits wechselten sich ab, am Ende stand eine Führung von 10:0 auf dem Scoreboard. In der Defensive zeigte Starter Manuel Schrenk einen seiner besten Tage, außer einem Triple, der letztlich aber keinen Run erbrachte, war nichts Zählbares festzustellen. In Folge ging es ähnlich weiter, während die Devils konsequent punkteten konnten die Gastgeber nur vereinzelt Runs erzielen, der Vorsprung vergrößerte sich konstant.
Zwischenzeitlich verletzte sich leider Andres Fuentealba am Oberschenkel und musste die 3B räumen, nicht jedoch ohne vorher noch einen harten Schlag ins Outfield zu befördern und danach mit bis zu 5 km/h auf 1B zu humpeln. Daraufhin übergab er seine Agenden an Sebastian Mahringer, der im darauffolgenden Inning seine Debüt auf der „Hot Corner“ mit einem wichtigen Out bei Bases Loaded krönte. Im letzten Inning versuchten die Dirty Sox mit einer ambitionierten Offense noch aufzuholen, Manuel Schrenk und die Defense behielten jedoch die Nerven und pünktlich nach 2 Stunden endete das Spiel mit einem relativ eindeutigen 18:4 für die Waldviertler. Großer Jubel bei den Devils, denen in diesem Match alles aufgegangen war, was in der Regular Season nicht funktioniert hatte.
Besonders beeindruckend die Leistung von Manuel Schrenk als Pitcher, lediglich 2 ER musste Schrenki in 4 Innings hinnehmen, dazu 4 Strikeouts bei nur einem Hit by Pitch. Ein verdienter Win an diesem Spätsommertag, der entsprechend gefeiert wurde.
Zitat des Spiels:
Schrenki: „Andres, wo kann ma denn bei dir die Zeitlupen-Funktion abschalten?„
Der Kapitän stellt die Schnelligkeit des verletzten Andres Fuentealba in Frage
Red Devils – Vienna Metrostars 0:21
Ergebnis
| Mannschaft | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | R | H | E | Endstand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Devils | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 7 | Loss |
| Mets | 1 | 11 | 1 | 5 | 2 | 20 | 13 | 1 | Win |
Das zweite Spiel an diesem Tag gegen die Vienna Metrostars war dann das genaue Gegenteil der ersten Partie. Mit den Pitches des jungen Metrostars Pitchers, die laut eigenen Angaben an den 80 mph kratzten, konnten die Waldviertler überhaupt nichts anfangen, derartige Pitches war man augenscheinlich aus der Landesliga nicht gewohnt. Reihenweise wurden die Roten Teufel mit Strike Outs zurück ins Dugout geschickt, ein schöner Schlag von Markus Böhm verhinderte zumindest einen No-Hitter, neben 2 Hit by Pitches war es das dann aber auch auf der Offensivseite.
In der Verteidigung startete Sebastian Pollak als Pitcher, während das 1. Inning noch stabil ablief zeigten die Metrostars ab dem 2. Spielabschnitt ihre Schlagstärke. Glücklicherweise war Manuel Schrenk auch noch für Game 2 einsetzfähig, sodass er als Reliever übernahm die Runausbeute der Wiener in engeren Grenzen hielt. Am Ende stand zwar eine ernüchternde 20:0 Niederlage, diese konnte man aber dank des vorherigen Sieges relativ gut „verdauen“.
Zitat des Spiels:
Schrenki: „Crazy, wennst noch langsamer rennst überholen di deine Haare.“
Crazy: „Bei so einem Bruder braucht ma keine Gegner mehr…“
Mit dem Win gegen die Graz Dirty Sox sicherten sich die Red Devils somit den Vize-Titel im Unteren Playoff, und damit den insgesamt 6. Platz in der Landesliga Ost. Ein durchaus zufriedenstellende Saison für die Waldviertler, insbesondere wenn man bedenkt dass während der Saison 5 Rookies eingesetzt und erfolgreich in die Mannschaft inkludiert wurden. Gleichzeitig zeigten auch „erfahrene“ Spieler weiterhin Top-Leistungen, was sich auch in 3 Gold Gloves (Markus Böhm, Rene Floh, Greg Gaines) sowie einem Silver Slugger (Rene Floh) manifestierte. Somit kann man zuversichtlich in die Off-Season gehen, um 2026 gut vorbereitet in die 24. durchgehende Ligasaison zu gehen.
KADER: Manuel Schrenk, Matthias Weissenböck, Alexander Wiesinger, Markus Böhm, Sebastian Pollak, Andres Fuentealba, Christian Pollak-Müllner, Lukas Schrenk, Andreas Kugler, Rainer Fuchs, Sebastian Mahringer, Alexander Hofbauer, Kevin Hofbauer; Basecoaches: Daniel Fuchs, Paul Schrenk;



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