Nach längerer Ligabaseballabstinenz für die Devils (das letzte Ligaspiel fand am 19.07. und das letzte Heimspiel am 24.05. statt) war es wieder soweit: am 16.08.2025 durften am Hells Gate endlich wieder Bälle geworfen und Pitches geschlagen werden. Die Devils begrüßten an diesem Tag die Bucks aus Wien sowie die Titans aus Klosterneuburg. Nachdem Fortuna den Devils in den letzten Spielen nicht wirklich hold war und in mehreren Spielen Führungen verspielt bzw. Spiele knapp verloren wurden, waren die Devils heiß vor ihren Heimfans zumindest einen Sieg einzufahren.
Manager Alexander Wiesinger konnte an diesem Tag auf den Großteil des Stammkaders zurückgreifen; einzig die beiden Oberhäupter Präsident Rainer Fuchs und Vizepräsident Sebastian Pollak sowie die Outfielder Thomas Immervoll und Andreas Kugler mussten urlaubsbedingt (sowie im Fall von Sebastian Pollak papamonatsbedingt) vergeben werden. Auch ein voll besetztes Rookie-Mobil fand seinen Weg von Wien ins Waldviertel, welches aufgrund der quietschenden Reifen bei Ankunft für mehrere erheiterte Gesichter sorgte.
Im ersten Spiel gegen die Vienna Bucks ließ es sich Pitcher Greg Gaines nicht nehmen gegen sein Ex-Team selbst den (am Hells Gate schwindelerregend hohen) Mound zu erklimmen. Das Spiel begann auch nach Maß: von den ersten vier Battern der Bucks wurden drei sofort wieder auf die Bank geschickt. Im Gegenzug konnten die Devils gleich im ersten Inning drei Runs erzielen. Auch im 2. Inning gelang den Bucks kein Punkt während die Devils zumindest einen weiteren Läufer heimbringen konnten. Auch im dritten Inning mussten sich sich die ersten beiden Batter der Bucks gleich wieder niedersetzen; danach allerdings hatten sich die Bucks scheinbar besser auf die Pitches von Greg Gaines eingestellt und erzielten mehrere schöne Hits, wodurch der Ausgleich erzielt wurde. Im vierten Inning dann jedoch die Vorentscheidung: Alexander Wiesinger begann das Inning mit einem genau auf die Linie gelegten Bunt; Matthias Weissenböck kam ebenso mit einem Single on Base. Danach allerdings gingen die nachfolgenden beiden Batter durch Popups out – die beiden sich in Scoring Position befindlichen Runner befürchteten schon das Schlimmste (= auf den Bases zu stranden). Wie zuvor die Bucks starteten die Devils dann jedoch eine 2-Out-Rallye und drehten nochmal so richtig auf: Back-to-Back Doubles durch Rene Floh und CPM (Christian Pollak-Müllner) brachten wichtige Punkte; Singles durch Leihspieler Tobias Prosenbauer und Rookie Sebastian Mahringer brachten weitere wichtige Punkte – Spielstand nach 4 gespielten Innings somit 10:5 für die Devils. Im 5 und 6. Inning konnten beide Mannschaften noch jeweils drei Punkte anschreiben, aufgrund der 2h Spielzeitbegrenzung zeichnete sich jedoch bereits das letzte Inning ab. Die Devils brachten noch zwei Spieler auf die Bases, danach war jedoch die Spielzeitbegrenzung erreicht und nachdem die Devils als Heimteam in Führung lagen, beendeten die Umpire das Spiel beim Spielstand von 13:8 – die Freude auf Seiten der Devils kannte keine Grenzen.
Hervorzuheben erneut das sehr konstante Pitching von Greg Gaines, welcher zwar immer wieder hart geschlagen wurde (insgesamt 15 Hits durch die Bucks) aber auch 8 Strikeouts für sich verbuchten konnte (und wie für Greg üblich – keinen Walk abgegeben musste). Auch die Offense der Devils zeigte sich in diesem Spiel von ihrer schlagfreudigen Seite – die Devils konnten in Punkto Hits mit den Bucks mithalten und verbuchten 16 Hits für sich (u.a. je zwei Doubles von Rene Floh, CPM und ein Double von Tim Hoffelner). Auch Rookie Sebastian Mahringer lieferte erneute eine Talentprobe ab und steuert zwei Hits zu dem Hit-Spektakel bei.
Ergebnis
| Mannschaft | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | R | H | E | Endstand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bucks | 0 | 0 | 4 | 1 | 1 | 2 | 8 | 15 | 1 | Loss |
| Devils | 3 | 1 | 1 | 5 | 3 | 0 | 13 | 16 | 3 | Win |
Game 2 konnten die Titans ungefährdet mit 24:2 gegen die Bucks für sich entscheiden.
Im dritten und letzten Spiel des Tages – Devils gegen Titans – sollte es also um die Tageskrone gehen. Da sich die Titans auf mehreren Positionen durch ehemalige Piratas del Caribe-Spieler verstärkt hatten (welche für ihre Schlagstärke bekannt sind), rechneten sich die Devils jedoch nicht die allergrößten Siegchancen aus.
Manager Alexander Wiesinger sorgte für mehrere Umstellungen in der Line-Up und lieferte erneut selbst eine Talentprobe hinter der Plate als Catcher ab (zumindest sein Pitcher Manuel Schrenk war von der für Manche ungewöhnlichen Blocktechnik begeistert). Weiters wurde drei Rookies die Chance gegeben, sich in der Starting Line-Up auf den Positionen 3rd Base, Left- und Rightfield zu beweisen.
Manuel Schrenk als Starting Pitcher erwischte einen seiner stärksten Tage und hielt die Batter der (sonst so schlagstarken Titans) auf Niedrigsttemperaturen – in den ersten drei Innings konnten nur vier Runs angeschrieben werden; wobei im ersten Inning nach zwei erzielten Punkten Manuel drei Back-to-Back-to-Back Strikeouts für sich verbuchen konnte. Die Offense tat sich wie meistens gegen Titans-Pitcher eher schwer – Hits waren im Vergleich zum ersten Spiel leider nur Mangelware. Einzig Rene Floh war wie auch schon in Game 1 komplett on Fire und erzielte in dem Spiel drei Hits sowie vier Stolen Bases (gegen einen sehr stark werfenden Catcher der Titans). Nach drei gespielten Innings stand das Spiel denkbar knapp bei 4:3 für die Titans. Auch im vierten Inning wurden die ersten zwei Outs relativ schnell auf Seiten der Devils erreicht – dann jedoch (wie schon so oft) konnte das verflixte dritte Out ewig lange nicht gemacht werden und die Titans scorten Run um Run. Viele Hits ins Outfield unterstützt durch einige Fehler und schon sicher geglaubte Flyballs sorgten für 13 Runs für die Titans und somit die Vorentscheidung bevor die Reißleine gezogen und die Battery ausgetauscht wurde – Tim Hoffelner übernahm für Manuel Schrenk sowieLeihspieler der Beers Phillip Niel für Catcher Alexander Wiesinger. Tim konnte dann das Inning auch sogleich mit einem Strikeout beenden. Aufgrund der hohen Rundifferenz war dann aber auch leider offensemäßig die Luft draußen und die Devils konnten keine Runs mehr erzielen; im letzten Inning bauten die Titans dann noch die Führung auf 20:3 aus, ehe das Spiel aufgrund der Zeitbegrenzung bzw. der Mercy-Rule im 5. Inning beendet wurde.
Ein doch deutliches Ergebnis, welches jedoch nicht ganz den Verlauf des Spiels darstellt – konnten die Devils doch in vier von fünf gespielten Innings ganz passabel gegen den Tabellenzweiten mithalten. Positiv hervorzuheben auch das Ligadebut von Alexander Hofbauer, welcher somit bereits der vierte in diesem Jubiläumsjahr eingesetzte Rookie ist.
Ergebnis
| Mannschaft | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | R | H | E | Endstand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Titans | 2 | 0 | 2 | 13 | 3 | 20 | 19 | 2 | Win |
| Devils | 0 | 1 | 2 | 0 | 0 | 3 | 5 | 2 | Loss |
Man of the Day war ganz klar Rene Floh, welcher in beiden Spielen mit ingesamt sechs Hits (darunter zwei Doubles), fünf Stolen Bases und zwei Putouts im Centerfield maßgeblich für den Erfolg der Devils verantwortlich war. Die Devils feierten aufgrund des Sieges noch bis spät in die Nacht, wobei Matthias Weissenböck und Alexander Wiesinger die Rookies in das heilige Ritual des CR-trinkens einführten. Anfangs noch wenig begeistert von der Vorstellung Cola-Rum zu trinken, wandelte sich die anfängliche Skepsis nach einigen Runden in schiere Euphorie („das ist das beste Cola Rum, was wir je getrunken haben“).
Zitat des Tages (Bucks Pitcher Wilhelm Philipp bei der Plate Conference von Game 3, nachdem er zwei Complete Games als Pitcher geworfen hat und nun noch ein Spiel hinter der Plate als Umpire verbringen darf):
„Entschuldigt’s mich bitte, falls ich keine Strikes callen kann, aber es ist möglich, dass ich den rechten Arm nicht mehr heben kann“
Nun steht nur noch ein Spieltermin in der Regular Season nächste Woche vor der Tür (nach vielen Jahren wieder mal im Geeseland in Rohrbach). Folgende Konstellationen sind aufgrund des neuen Playoff-Formats für die Devils noch möglich:
- Gewinnen die Devils kein Spiel mehr sind sie Letzter und spielen im unteren Platzierungsturnier (voraussichtlich in Graz) mit
- Gewinnen die Devils gegen die Geese aber verlieren gegen Metrostars 3 sichern sie sich das Heimrecht für das untere Platzierungsturnier
- Gewinnen die Devils gegen Metrostars (und Metrostars verlieren gegen Geese) bzw. gewinnen Devils beide Spiele beenden die Devils die Regular Season auf dem 5. Platz und spielen dann zuerst ein Single Game gegen die Bucks, wobei der Sieger aus diesem Duell um Platz 3 spielt und der Verlierer ins untere Playoffturnier einzieht



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