Geburtagsparty am Hells Gate mit 13 Strikeouts

25.Mai 2025 | 2025, Alle

Der erste Heimtermin in der Saison 2025 bringt auch den ersten Win gegen die Graz Dirty Sox. Geburtstags"kind" Greg Gaines wirft 13 Strikeouts auf dem Weg zu einem 8:7 Erfolg.

1 Woche nach dem Saisonstart in der Wiener Freudenau gab es für die Red Devils bereits das erste Heimturnier am heimischen Hells Gate.  Gegner waren die Dirty Sox aus Graz, mit denen die Devils vor einigen Wochen ein gemeinsames Trainingslager abgehalten hatten, sowie die Vienna Lawnmowers, mit denen man sich bereits in der Vorwoche gemessen hatte. Bei den Roten Teufeln fehlte an diesem Tag Sebastian Pollak, auch Andres Fuentealba musste krankheitsbedingt vorgegeben werden. Im Gegenzug erhielt man Unterstützung von den beiden Leihspielern aus Schrems, Philipp Niel und Tobias Prosenbauer, und ein weiterer Rookie, Martin Karlovic, gab sein Debüt in der Landesliga.

Woodquarter Red Devils – Graz Dirty Sox 8:7

Ergebnis

Mannschaft123456RHEEndstand
Sox002014770Loss
Devils04004x864Win

Das Spiel gegen die Grazer Dirty Sox stand unter besonderen Vorzeichen: Starting Pitcher Greg Gaines feierte an diesem Samstag einen runden Geburtstag (40+x), ein Win nach mehr als 3 Jahren wäre da ein willkommenes Geburtstagsgeschenk. Und die Waldviertler starteten souverän in die Partie: In den ersten beiden Innings schicke Greg die ersten 6 Batter jeweils mit einem Strikeout nach Hause, die weitere Defensive abseits von Catcher Matthias Weissenböck und 1B Alexander Wiesinger agierten als beeindruckte Zuseher.

Auch die Offensive legte mit einem aggressiven Baserunning von Markus Böhm, der sowohl die zweite als auch die dritte Base stahl, eine vielversprechende Grundlage. Ein Run sollte im ersten Abschnitt jedoch noch nicht gelingen. Im zweiten Inning platzte dann der Knoten. Nach mehreren Hit-by-Pitches und einem geduldigen Auftritt am Schlag brachten die Devils mit nur zwei Hits gleich vier Runs aufs Scoreboard. Tim Hoffelner krönte das Inning mit einem wichtigen Double ins Center Field, der zwei Runs nach Hause brachte. Böhm legte nach und sorgte mit einem RBI-Single für das 4:0.
Die Gäste aus Graz ließen sich jedoch nicht abschütteln. Im dritten Inning gelang es ihnen, durch solide Hits und Defensivfehler der Devils, den Rückstand auf 3:4 zu verkürzen. Besonders gefährlich war dabei Karkoulias Keamon, der zwei Runs mit seinen Hits vorbereitete oder selbst scorte. Generell kamen die Grazer langsam auch offensiv auf Touren, im 5. Inning wurde bei 2 Spielern auf Base und 2 Outs ein hoher Hit ins RF geschlagen, den Rookie Sebastian „First Hit Wonder“ Mahringer jedoch souverän in ein Flyout verwandelte, was das Ende des Innings bedeutete. Unbeeindruckt antworteten die Red Devils im fünften Inning mit einem weiteren Offensivfeuerwerk. Die Batter der Devils glänzten mit Geduld am Schlag und starken Hits. Die bis dahin souveräne Pitcherin der Grazer aus dem hohen Norden (Finnland, nicht Schrems) zeigte erste Ermüdungserscheinungen und wurde durch den Veteranen Christian Maier ersetzt. Dieser hatte anfangs Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen, vier Runs bedeuteten eine scheinbar komfortable 8:3-Führung.
Doch das Spiel war noch lange nicht entschieden. Die Dirty Sox nutzten im sechsten Inning die aufkommende Nervosität der Devils gnadenlos aus und verkürzten auf 7:8. Die Defensive wackelte, aber Greg Gaines ließ sich an diesem Tag seinen Win nicht mehr streitig machen und beendete mit seinem vielumjubelten 13. Strikeout das Match. Große Freude bei den Waldviertlern, die in diesem Spiel wieder einmal das bessere Ende für sich hatten.
Fazit
Die Woodquarter Red Devils zeigten eine starke Teamleistung, gepaart mit aggressivem Baserunning und einer entschlossenen Offense. Zwar machte man sich das Leben durch einige Fehler selbst schwer, doch am Ende steht ein verdienter, wenn auch knapper Sieg. Man of the Match war zweifellos Pitcher Greg Gaines, der mit enormer Konstanz und 13 Strikeouts eine Glanzleistung abgab.

 

Woodquarter Red Devils – Vienna Lawnmowers 0:19

Ergebnis

Mannschaft1234RHEEndstand
Mowers1010819161Win
Devils0000032Loss

Das zweite Spiel gegen die Vienna Lawnmowers verlief deutlich weniger erfreulich. Vor allem die Offensive war gegen den Pitcher der Wiener komplett abgemeldet, trotz einiger guter Ansätze und Base-Steals blieb sie ohne zählbaren Erfolg. Ein krasser Gegensatz zum Spiel der Vorwoche, wo man mit starken Leistungen das Spiel bis zum Ende offen halten konnte.

In der Defensive zeigte Starter Manuel Schrenk in den ersten beiden Innings eine sehr starke Leistung, lediglich einen Run konnten die Gäste verbuchen. Dann erwiesen sich ein Ball gegen das Schienbein und eine interessante Strikezone aus Game-Changer. Während die ersten beiden Innings defensiv noch sehr erfreulich waren, dominierten die Lawnmowers ab dem dritten Inning das Geschehen nach Belieben und nutzten Defensivfehler sowie Wild Pitches gnadenlos aus. Auch ein Pitcherwechsel zu Tim Hoffelner zeigte nicht die erwünschte Verbesserung, im vierten Inning zogen sie auf 19:0 davon. Die Devils fanden kein Mittel, um den Offensivdruck zu stoppen, erwähnenswert waren jedoch ein schwieriges, eingesprungenes Flyout von Rene Floh, sowie ein weiteres spektakuläres von Dominik Jaksch. Dieser blieb danach mit dem Ball im Handschuh liegen – Rene Floh erkannte jedoch schnell die Situation und die fehlenden Tag-Ups der Runner, nahm Dominik den Ball aus dem Handschuh und erzielte auf Base noch ein Assist zum Double Play. Generell konnte man erkennen, dass bei den Waldviertlern nach dem Sieg die Luft etwas draußen war und man sich schon auf das eine oder andere Geburtstagsbier freute. Das Ende des Spiels kam daher durchaus gelegen.

Für die Devils folgt nun eine längere Ligapause, erst am 13. Juli geht es mit Spielen auf der Wiener Spenadlwiese weiter. Davor steht aber bereits ein Saisonhöhepunkt auf dem Programm, am Samstag, 7. Juni, findet das alljährliche Softballturnier am Hells Gate statt.

Kader: Matthias Weissenböck, Greg Gaines, Alexander Wiesinger, Markus Böhm, Tobias Prosenbauer, Tim Hoffelner, Thomas Immervoll, Rene Floh, Sebastian Mahringer, Manuel Schrenk, Dominik Jaksch, Philipp Niel, Rainer Fuchs, Martin Karlovic, Franz Helmreich.

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