„Generation Red 2030“ – Die Rookies übernehmen das Ruder bei den Woodquarter Red Devils

01.Apr. 2026 | 2026, Alle

Sebastian Mahringer übernimmt als neuer Präsident der Red Devils das Ruder, nachdem Verhandlungen über die Vision 2030 in der Nacht gescheitert sind.

Es ist eine Nachricht, mit der wohl niemand gerechnet hat – vor allem nicht die ältere Garde im Verein, die ihre Lesebrillen erst dreimal putzen musste, um sicherzugehen, dass sie den Text richtig versteht:
Eine Gruppe von fünf Rookies zwischen 20 und 25 Jahren hat geschlossen angekündigt, in einer außerordentlichen Generalversammlung die Vereinsführung der Woodquarter Red Devils übernehmen zu wollen.

Angeführt wird die Bewegung vom selbsternannten „Sprecher der Gen Z“, Sebastian Mahringer, der in einem improvisierten Pressegespräch am Hells Gate erklärte:
„Wir danken der alten Führung für ihre Verdienste – aber jetzt ist es Zeit für echte Innovation. Geschichten aus der guten, alten Zeit bringen uns nicht in die Bundesliga. Vision 2030 umsetzen – oder wir sind raus!“
Diese Worte sollen vor allem Präsident Rainer Fuchs wie ein Fastball mitten ins Gesicht getroffen haben. Berichten zufolge soll er zunächst gelacht haben – bis ihm die Rookies eine PowerPoint Präsentation mit dem Titel „Red Devils Vision 2030 – Die Zukunft ist jetzt“ auf den Tisch knallten. Danach sei er ungewöhnlich still geworden.

Die neuen „Machthaber“, von denen zumindest drei noch nicht wissen, wie man die Vereinsstatuten korrekt aus dem geheimen Downloadverzeichnis der Homepage abruft (sofern sie gerade funktioniert), haben innerhalb kürzester Zeit ein ambitioniertes Zukunftsprogramm entwickelt:
________________________________________
1. Plakataktionen zur Mitgliedergewinnung
Geplant sind großflächige Plakate im nördlichen Waldviertel und in Wien – inklusive Slogans wie „Join the Hell’s Gate Experience“ und „Baseball: Weil Fußball eh jeder spielt.“ Die Rookies sehen darin einen „zeitgemäßen Marketingansatz“. Die Altvorstände hingegen befürchten, dass die Kampagne teurer wird als die gesamten Verpflegungskosten bei den Platzarbeiten 2019, die beinahe zum Vereinsbankrott geführt hatten.
________________________________________
2. Glutenfreie und vegane Grillspezialitäten
Die Kantine soll modernisiert werden: Vegane Käsekrainer, glutenfreie Burger-Buns und ein „Tofu Steak Devils Style“. Der bisherige Grillchef Franz H. soll fassungslos gefragt haben: „Und wofür hab ich dann die 200 Würstel beim Rzepa bestellt???“
________________________________________
3. Offensive Social-Media-Strategie
TikTok Challenges, Insta Reels, Livestream Interviews aus dem Dugout – die Rookies wollen die Devils auch im Internet in den 20er Jahren ankommen lassen. Gerüchten zufolge wurde bereits ein Social-Media-Plan erstellt, der mehr Seiten hat als das letzte Transkript der Osterpredigt von Vater Rainer.
________________________________________
4. Gründung einer Spielergewerkschaft
Die Rookies verlangen lautstark: „Mitbestimmung! Mehr Pausen! Vereinsausflüge nach New York! Und Gratis-Eis nach jedem Training!“ Die älteren Spieler reagierten darauf mit mildem Schulterzucken – sie hätten ohnehin nicht verstanden, warum man nach Eis verlangen müsse, wenn doch nach dem Spiel Waldviertler Bier gereicht wird.
________________________________________
5. Winter Hallentraining als Pflichtveranstaltung
Damit die Devils „athletisch neu durchstarten“, soll ab nächsten Winter verpflichtend in einer Halle trainiert werden. Ein Altdevil kommentierte trocken: „I hob mit über 40 ka Zeit mehr für a Pflichtveranstaltung. So an Zirkus kennans woanders aufführen, wir san ja do nicht in Seattle.“

Aus der Pressemitteilung der Rookies geht auch die neue Resortaufteilung bei den Devils hervor:

Präsident: Sebastian Mahringer
Official Assistant to – and only to – the President : Kevin Hofbauer
Leiter Einkauf Getränke: Alexander Hofbauer
Kassier und Fantasy Baseball-Beauftragter: Florian Traher
Verantwortlicher für dings und äh(nliches): Martin Karlovic

Abschließend ließ Neo-Präsident Mahringer noch mit einer interessanten Personalentscheidung aufhorchen: „Um den scheidenden Vorständen den Abgang zu erleichtern, werden wir mit Daniel Fuchs und Paul Schrenk zusätzlich zwei Spieler der zweiten Generation in den Vorstand befördern. Hier ist einerseits ein eindeutiger Wille zu Veränderung in eine aktive Zukunft zu sehen, zum anderen bleiben uns die cringe-worthy Dad-Jokes der Väter erspart. Somit können wir einerseits auf Kontinuität setzen, gleichzeitig aber unsere Vision 2030 fett krass umsetzen.“

Den Red Devils steht somit eine mit Sicherheit interessante Saison ins Haus, bei der sich zeigen wird, ob die Zukunftspläne der „Jungen Wilden“ wirklich den gewünschten Erfolg bringen. Wie schon der berühmte Philosoph Mex Pollak meinte: „Jo, des kau ma so sengn… oder a aunders.“

2 Kommentare

  1. Pete Townshend

    Meet the new boss – same as the old boss

  2. Dr. Oldhaver

    Slay

Weitere Berichte…

Der Bär ist weg vom Fenster

Der Bär ist weg vom Fenster

Die Red Devils und Tim Hoffelner holen am 3. Spieltag ihren ersten Win gegen die Metrostars 3. Das Game gegen die Bucks geht im letzten Inning knapp verloren.