Gesucht: Die Ghostrunner (und zwei Siege)

18.Juli 2025 | 2025, Alle

Kein Erfolg gegen Vienna BUCKS und Graz DIRTY SOX

Am vergangenen Sonntag traten die Woodquarter Red Devils zu ihrem dritten Spieltag in der Saison 2025 an. Nach 6 Wochen „Zwangspause“ war es endlich wieder Gametime, und dieser Spieltag sollte es in sich haben. Bei großer Hitze war man auf die Wiener Spenadlwiese gereist, und die Auslosung meinte es für die Waldviertler auch nicht gerade besser, hatte man doch die Spiele 2 und 3 ausgefasst, was 6 Stunden in den von der Sonne komplett beschienen, nach West ausgerichteten Dugouts bedeutete. Während im ersten Duell die Dirty Sox aus Graz warteten, hatte man es danach mit den Vienna Bucks zu tun. Sehr erfreulich: Mit 16 potenziellen Spielern und 2 Jugend-Basecoaches war man so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr in den letzten Jahren. Mit Florian Traher konnte auch der inzwischen 3. Rookie der Saison sein Ligadebüt geben, wofür die Devils gerne 20€ an die Ligakasse überwiesen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an jene Stellen beim ABF, die das WSBC Tool eingeführt haben 😉 Einziger fehlender Stammspieler an diesem Tag war Vizepräsident Sebastian Pollak, der aktuell sein Papamonat in Anspruch nimmt. Dazu noch einmal von allen Devils die besten Glückwünsche.

Woodquarter Red Devils – Graz Dirty Sox 10:11

Nach dem Sieg im Heimspiel am Hells Gate rechneten sich die Red Devils gegen die Steirer erneut gute Chancen aus, und sie starteten auch stark in die Partie: Bereits im ersten Inning ging man mit 2:0 in Führung. Im zweiten Durchgang konnten die Waldviertler nach einem RBI-Single von Matthias Weissenböck sogar auf 3:0 erhöhen. In der Defensive wurde wieder Greg Gaines als Starter aufgeboten, der anfangs gleich mit 3 Strikeouts startete. Graz verkürzte jedoch postwendend auf 3:2 und nutzte dabei defensive Unsicherheiten der Gastgeber aus, die sich leider in weiterer Folge durch die ganze Partie zogen.

Im dritten Inning legten die Red Devils nach: Ein RBI-Hit von Andres Fuentealba brachte das 4:2. Danach kam die Offensive bedauerlicherweise zum erliegen, während die Dirty Sox durch mehrere Hits und Fehler der Red Devils im vierten Abschnitt mit 8:4 in Führung gingen – eine harte Phase für die Defensive der Red Devils, die so gar nicht ins Spiel kommen wollte.

Doch das Team aus dem Waldviertel zeigte Moral: Mit drei Runs im fünften Inning – unter anderem dank eines RBI-Singles von Alexander Wiesinger – kämpften sie sich auf 7:8 heran. Im sechsten Inning gelang sogar die zwischenzeitliche 9:8-Führung nach zwei weiteren Runs ohne Hit, aber mit viel Übersicht und Geduld an der Platte. In weiterer Folge lag der Sieg für die Roten Teufel zum greifen nahe. Ein spektakulärer Catch im CF durch Rene Floh schickte nicht nur den Batter auf die Bank, sondern auch den Runner von First, der bereits zur 2B durchgestartet war – Double Play und nur mehr ein Out würde zum 2. Sieg der Saison benötigt werden. Doch Fortuna war an diesem Tag nicht auf Seiten der Devils, der nächste Batter der Sox „nudelte“ den Ball irgendwie an 3B Man Andres Fuentealba vorbei, und der Ausgleich war erzielt. Ein Strikeout von Greg Gaine sorgte jedoch für ein weiteres Inning.

Auch in diesem konnten die Devils wieder einen Run zum 10:9 anschreiben, und dies, obwohl die eigentlich notwendigen „Ghost Runner“ von den Umpiren nicht angefordert wurden, obwohl die Zeitbegrenzung bereits schon geraume Zeit erreicht worden war. Die Grazer schlugen jedoch ein letztes Mal zurück, und konnten nach nahezu 3 Stunden ihren ersten Saisonsieg einfahren. Lange Gesichter bei den Devils, die sich mit einer starken Leistung zurückgekämpft, am Ende aber knapp das Nachsehen hatten.

Zitat des Tages:

Crazy (nach dem Andres Fuentealba einen Ball weit aus dem Feld und in den benachbarten Gastgarten geschlagen hatte): „So, im Garten ist jetzt Sperrstunde.“

Ergebnis

Mannschaft1234567RHEEndstand
Devils21103211075Loss
Sox022401211174Win

Woodquarter Red Devils – Vienna Bucks 9:13

Nachdem nach der Niederlage gegen die Dirty Sox doch etwas Wehmut herrschte (und die Temperaturen bei den wenigsten für Frohsinn sorgten) riss man sich gegen die Vienna Bucks wieder am Riemen und startete gut in die Partie. Gleich im ersten Inning legten die Red Devils los: Matthias Weissenböck eröffnete mit einem Walk, stahl zwei Bases und erzielte nach einem Fehler den ersten Run des Spiels. Tim Hoffelner, sorgte mit aggressivem Baserunning und einem weiteren Fehler der Bucks-Defense für den frühen 2:0-Vorsprung. Doch die Gastgeber konterten prompt und glichen sogleich zum 2:2 aus

Auf dem Mound zeigte Manuel Schrenk über weite Strecken eine solide Leistung gegen eine schlagstarke Bucks-Offensive. Trotz schwieriger Spielbedingungen – unter anderem mehrere Errors in der Verteidigung – behielt er Ruhe und Kontrolle und hielt sein Team im Spiel. Sein Pitching ermöglichte den Red Devils, mehrfach zurückzukommen und das Spiel bis ins vierte Inning offen zu halten. In den entscheidenden Momenten fehlte allerdings das nötige Glück, um die gegnerischen Schlagmänner konsequent zu stoppen.

Im zweiten Durchgang gelang Alexander Wiesinger ein Infield-Hit, doch es blieb beim Versuch – keine Runs für die Red Devils. Auf der Gegenseite nutzten die Bucks einige Unkonzentriertheiten und Fehler in der Defensive, darunter ein Wurffehler und mehrere Wild Pitches, um vier weitere Runs zu scoren. Besonders ein Double von Tabuchi trug wesentlich zur 6:2-Führung der Hausherren bei.

Im dritten Inning meldeten sich die Red Devils eindrucksvoll zurück: Christian Pollak-Müllner und Markus Böhm kamen per Walk auf Base, bevor Rene Floh mit einem RBI-Single verkürzte. Es konnten auch noch weitere Runs erzielt werden – die Red Devils waren wieder auf 5:6 dran. Doch erneut antworteten die Bucks konsequent mit drei weiteren Runs – 9:5.

Das vierte Inning brachte die spektakulärste Phase des Spiels: Wiesinger, Weissenböck, Hoffelner und Floh erzielten in einem fehlerreichen Inning der Bucks vier Runs und glichen die Partie zum 9:9 aus. Die Bucks reagierten jedoch erneut sofort – durch ein Triple und weitere defensive Fehler zogen sie auf 12:9 davon.

Im fünften und letzten Inning konnten die Red Devils keine weiteren Runs erzielen, während die Bucks mit einem RBI-Single den Schlusspunkt zum 13:9 setzten und als Sieger vom Feld gingen.

Ergebnis

Mannschaft12345RHEEndstand
Devils20340966Loss
Bucks243311365Win

Fazit: Ein Tag, an dem bei konstanteren Leistungen wesentlich mehr möglich gewesen wäre. Während im ersten Spiel die Defense teils sehr verbesserungswürdige Leistungen zeigte, kam in Game 2 die Offense in den wichtigsten Momenten nicht richtig auf Touren und verhinderte so einen sportlichen Erfolg. Nichts desto weniger konnten die Roten Teufel an diesem Sonntag zeigen, dass sie mit allen Teams jenseits der Top 3 in der Landesliga bestens mithalten können, und es somit noch einige weitere Siegchancen in den kommenden Wochen geben wird. Am kommenden Samstag dürften diese der Papierform nach jedoch so gering wie nur möglich sein, trifft man doch auf die ungeschlagenen Crazy Geese aus dem Burgenland, und die Danube Titans, die mit nur einer Niederlage ebenfalls im oberen Tabellenbereich zu finden sind. Aber wie sagte schon der Philosoph Timotheus Chófelner: „Τίποτα δεν έχει κερδηθεί ακόμα“ („No is nix gwunnan“).

KADER: Greg Gaines, Matthias Weissenböck, Alexander Wiesinger, Markus Böhm, Tim Hoffelner, Andres Fuentealba, Christian Pollak-Müllner, Rene Floh, Thomas Immervoll, Sebastian Mahringer, Martin Karlovic, Florian Traher, Manuel Schrenk, Lukas Schrenk, Rainer Fuchs, Andreas Kugler; Basecoaches: Daniel Fuchs, Paul Schrenk;

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